Facultas AG Zentrale

Stolbergasse 26

1050 Wien

 

Baujahr: 2011


Intellektuelles Headquarter

Die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Albertoni und Österreichs größtem wissenschaftlichen Buchverlag Facultas.wuv ging in die
nächste Runde. Das Architekturbüro stellte soeben das neue Headoffice in einem Wiener Industriegebäude aus den 40er Jahren fertig.
Die Planungsvorgabe für das Headquarter-Office eines der größten und renommiertesten Wissenschaftsverlage Österreichs bestand darin, dem intellektuellem Stand und dem Renommee von facultas.wuv Aussagekraft zu verleihen. Die unterschiedlichen Geschäftsbereiche der Facultas AG sollten an einem Standort vereint und zu gemeinsamer Identität geführt werden.


Abgrenzungen und Übergänge
Planer Alberto Bach hat diese neue Situation auf knapp 2000 m² in Raum übersetzt, „Eigentlich mehr „gegossen“, weil die einzelnen Bereiche wie Versand, Management, Produktion, Marketing oder Lektorat zwar klar abgegrenzt, die Übergänge aber dennoch fließend sind. Unterschiedlichste Arbeitsthemen und Arbeitsweisen waren hier in Bürosituationen einzugliedern und zu gestalten". Beide Etagen wurden komplett entkernt, erhalten wurden nur Fassade und Stützpfeiler, welche die Basis für die Neukonzeption bilden.


Analog und verflochten
Analog zum Fenster-Rhythmus wurden elf Boxen eingebaut, die in ihrem Anordnungsrhythmus den Großraum wiederum gliedern und acht „intime“ Bereiche entstehen lassen. Diese Anordnung der Boxen war die Kernarbeit, um eine entsprechende Arbeitsplatzqualität zu schaffen. Es entstand ein modernes Bürokonzept, kommunikativ mit verflochtenen Arbeitsbereichen und in einer Art und Weise gestaltet, dass die erforderlichen Abgrenzungen konzentriertes Arbeiten erleichtern und unterstützen. Der Schwerpunkt verbleibt aber dennoch beim „gemeinsamen“ Arbeiten.


Material und Rythmus
Die Materialwahl folgt dem durch die Zusammenarbeit von Albertoni und facultas.wuv vor langem eingeschlagenem Weg und wurde neuerlich weiterentwickelt. Für Alberto Bach stellt „die Entwicklung der Marke einen roten Faden dar, der sich über Jahre hinweg weiter spinnt, immer
gespannt bleibt und nicht abreißen darf.“ Farben und die Materialien Holz, Glas, Aluminium wechseln in zeitgemäßem Rhythmus, garniert mit Stoffbespannungen im Nirodesign.


Kein Schmäh
Auf Klarheit, schlichte Eleganz und schnörkellose Modernität ist besondere Aufmerksamkeit gelegt worden, jeder „Gestaltungsschmäh“ wurde bewusst vermieden. Auch hier bleibt Albertoni seinem Arbeitskonzept treu. Alberto Bach dazu: “Besondere Formensprachen müssen einen funktionellen Hintergrund als Basis vorangestellt haben. Jede Spezifikation von Funktion ist besonders zu gestalten und ergibt so einen künstlerischen Mehrwert.“

 

Das Architekturbüro Albertoni°Architektur Design konnte sich in den letzten zehn Jahren seines Schaffens auf so unterschiedlichen Gebieten wie Inneneinrichtung, Bau in- und Restauration von historischer Substanz, Einfamilienhäuser, Gastronomie und im gemeinnützigen Bauen einen Namen
machen. Teamorientiert und mit dem Fokus auf den Nutzungsbedürfnissen, konnten die Architekten mehr als 100 unterschiedliche Projekte umsetzen. Technik und Entwurf folgen dabei immer der Funktion und bilden eine Einheit. Die Orientierung an langlebiger Ästhetik und Funktion
prägen die neuesten Projekte der Architekten.

Alberto von Bach  ALBERTONI Architektur°Design